Crowdfunding steht für ein gemeinsames Ermöglichen von Projekten & Ideen. Und dieser Gemeinschaftsgedanke wird gerade in Zeiten von Corona mehr gelebt denn je. Kreative & Gründer*innen sind betroffen, weil sie aufgrund der aktuellen Pandemie Konzerte absagen, Einrichtungen schließen oder aus anderen Gründen Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Nicht für jeden gibt es ein passendes staatliches Hilfspaket. In einigen Fällen kann die Crowd helfen!

Auf der Plattorm Startnext gibt es derzeit für genau diese Projekte eine extra Unterstützung: das Startnext Corona Hilfspaket. Damit verringert die Plattform die Komplexität eines Projektes, setzt das Alles-oder-Nichts-Prinzip aus und erstatten die Transaktionsgebühren komplett. Das bedeutet, jedes Projekt kann jeden eingezahlten Euro ausgezahlt bekommen, sofern das 1. Fundingziel auf 1€ gesetzt wird. Bewerben kann man sich dafür unter: https://www.startnext.com/pages/hilfsfonds/campaign/corona-covid-19-shutdown-spenden-amp-crowdfunding-323

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Doch was ist eigentlich mit den Projekten, welche ihre Crowdfunding-Kampagne schon länger geplant hatten, aber keinen direkten Mehrwert für die aktuelle Corona-Krise stiften oder eine Notfall-Hilfsaktion benötigen? Also ganz normale Gründungen, welche sich mittels Crowdfunding finanzieren möchten? Können diese dennoch ihre Crowdfunding-Kampagne jetzt starten oder ist im Moment ein schlechter Zeitpunkt dafür? Wir haben unsere Crowdfunding-Expertin Nisha Munzig gefragt:

Da wir ein solches Szenario wie es aktuell ist noch nie hatten, ist es auch schwer abzuschätzen, ob eine „normale“ Crowdfunding-Kampagne aktuell Erfolg haben kann oder nicht. Ich habe die letzten Tage beobachtet, dass die Kampagnen, welche aktuell laufen, es im Moment eher schwer haben, Fundinggelder einzusammeln. Ich möchte hier gar keine pauschale Antwort geben, ob es im Moment ein schlechter Zeitpunkt ist oder nicht. Stattdessen möchte ich ein paar Punkte aufführen für und gegen einen Start. Anhand dessen kann sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden.

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+ Viele Leute sitzen Zuhause im Home-Office oder arbeiten im Moment gar nicht. Die Aktivitäten-Rate in den Sozialen Medien steigt dadurch enorm an. Crowdfunding-Starter könnten daher ihre Zielgruppe über online Medien sehr gut erreichen.

+ Aufgrund der Corona Krise steigt der Gemeinschaftsgedanke und gute Projekte, welche wirklichen Mehrwert bieten, können mit der richtigen Kommunikation die Crowd für sich gewinnen. Viele sind gerade in der Stimmung unterstützen zu wollen – vielleicht kommt dafür eine Crowdfunding-Kampagne gerade gelegen?

– Durch drohende Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit fürchten einige Leute um ihr Einkommen. Daher ist bei vielen eher Sparen angesagt statt Geld ausgeben.

– Corona mach vielen Angst. Angst um die eigene Gesundheit, die der Familie und Freunde, Angst um den Job…. Da kann es gut sein, dass viele gerade einfach anderes im Kopf haben, als ein junges Startup bei einer Crowdfunding Kampagne zu unterstützen.

– Offline Marketing fällt weg. Es können im Moment keine Flyer verteilt und nicht auf Events genetzwerkt werden.

Wie ihr seht, es gibt sowohl gute Gründe dafür, aber auch Gründe gegen den Start einer Crowdfunding-Kampagne in Zeiten von Corona. Im Endeffekt kommt es individuell auf das jeweilige Projekt an. Mit was ihr aber auf jeden Fall starten könnt: Vorbereitung und Planung der Kampagne! Und wann ihr dann startet, seht ihr dann. Die Zeit ist im Moment so dynamisch, dass wir fast nur von Tag zu Tag und von Woche zu Woche planen können. Nutzt die Möglichkeit jetzt ohne großen Zeitdruck eure Kampagne optimal vorzubereiten, euer Netzwerk zu erweitern und eine Community aufzubauen – eine gut vorbereitete Kampagne ist schon der halbe Weg zum Erfolg!

Eine Crowdfunding-Kampagne ist für dich im Moment definitiv eine Option? Dann melde dich gerne direkt bei unserer CrowdLotsin Nisha Munzig und besprich das weitere Vorgehen. Sie unterstützt dich gerne bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung der Kampagne.