Der Begriff Crowdfunding stammt aus dem englischen Sprachraum und setzt sich aus den Wörtern „crowd“ = Gruppe und „funding“ = Finanzierung zusammen. Im deutschsprachigen Raum wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff „Schwarmfinanzierung“ verwendet. Die Idee hinter Crowdfunding ist demnach eine Finanzierung durch eine Personengruppe. Diese Idee ist nicht neu. Das analoge Pendant zu Crowdfunding ist der Künstler auf der Straße, der seinen Hut hinlegt und mit seiner Musik versucht, Passanten zum Geld geben zu überzeugen.

Durch die wachsende digitale Vernetzung hat nun nicht nur der Künstler, sondern jeder mit einer Idee beim Crowdfunding die Chance, sein Projekt schnell und kostengünstig mit vielen Menschen zu teilen und auch direkt zu finanzieren.

In der analogen Welt findet der Gründungsprozess meist abgeschottet von der Öffentlichkeit statt. Crowdfunding bietet nun die Chance, weitere Menschen in die Umsetzung seiner eigenen Idee einzubinden und den Gründungsprozess transparent im Netz stattfinden zu lassen. Gemeinsam können Projekte umgesetzt werden und Unternehmertum wird zu dem, was es sein sollte: die Umsetzung von Ideen zum Wohle der Gesellschaft – oder zumindest für die relevante Zielgruppe.

Die Vorteile von Crowdfunding werden oft noch unterschätzt. Crowdfunding ist nicht nur ein Finanzierungsinstrument, es lassen sich weitere Effizienzsteigerungen auf den Gründungsprozess übertragen.

Neben der Finanzierung dient Crowdfunding auch dem Marketing. Damit die Finanzierungsschwelle erreicht wird, muss eine breite Masse an Unterstützern angesprochen und überzeugt werden. Gründerinnen und Gründer müssen also kräftig die Werbetrommel rühren und auf sich aufmerksam machen. Dies kann unter anderem auch sehr zeitintensiv sein und darf nicht unterschätzt werden. Es lohnt sich jedoch, denn dadurch wird man in der Öffentlichkeit sichtbar, kann erste Kunden gewinnen und eine Community aufbauen. Von einer überzeugten Community und Fans kann man im Gründungsprozess immer wieder profitieren, sei es durch weitere Verkäufe oder der Weiterentwicklung der Idee.

Zudem wird durch das Alles-oder-Nichts-Prinzip des Crowdfundings ein realer Markttest direkt mit dem Gründungsprozess verknüpft. Das Geld fließt nur, wenn genügend Unterstützer zum Erreichen des Finanzierungsziels gewonnen werden. Im Vergleich zum analogen Gründungsprozess können Gründerinnen und Gründer hier erstmals „erfolgreich scheitern“: Eine mangelnde Kundenakzeptanz führt nicht mehr zum Verlust der Ersparnisse oder gar in die Privatinsolvenz, sondern zum Überdenken und Anpassen des Geschäftsmodells.

So viel zu den Vorteilen von Crowdfunding. Aber im Endeffekt geht ohne Geld eben doch nichts. Und aus diesem Grund gibt es seit November 2018 die MikroCrowd bei uns. Dabei erhalten Gründerinnen und Gründer aus Baden-Württemberg durch das Erreichen ihrer Finanzierungsschwelle beim Crowdfunding einen passenden Mikrokredit durch die L-Bank mit oben drauf. So kann von den Vorteilen des Crowdfundings profitiert werden und die Startfinanzierung ist abgesichert. Unsere CrowdLotsin Nisha Munzig steht für alle Fragen rund ums Crowdfunding zur Verfügung und unterstützt bei der Planung und Gestaltung von Kampagnen.