Wie können lokale Ökosysteme die Entstehung neuer Startups unterstützen?

Diesem Thema widmete sich ein Workshop, der im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen – einer Dialogplattform mit Partnern aus der asiatisch-pazifischen Region – vom 26. bis 28. Mai 2015 in Berlin stattfand.

Die von Connective Cities (www.connective-cities.net), einer internationalen Städte-Plattform für nachhaltige Entwicklung, organisierte Veranstaltung bot Akteuren aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Verwaltung einen Rahmen, um über Ökosysteme für Startups zu diskutieren.

So vielfältig wie die Schwerpunkte und Formate waren die teilnehmenden Länder und Institutionen aus der Europäischen Union, den Philippinen, aus Myanmar, Indonesien, Singapur, Thailand, China, den Palästinensischen Gebieten oder dem Kosovo. Auch der Entwicklungsstatus war vielfältig. Er reichte von Institutionen, die erste Aktivitäten entwickeln, bis hin zu arrivierten Experten mit langjähriger Erfahrung.

Ziel war, Schlüsselfaktoren für die Entwicklung eines Startups fördernden Umfelds zu definieren und zu identifizieren. Es ging darum, die notwendigen Rahmenbedingungen zur Entwicklung von Strategien für regionale Herausforderungen zu schaffen und die Startup-Ökosysteme zu verbessern. Berücksichtigt werden sollten dabei verschiedene Modelle und Aspekte der Startup-Förderung wie beispielsweise hochschulnahe und unternehmensfinanzierte Gründerzentren, Co-working Flächen und Startup Verbände sowie Ansätze zur öffentlichen Wirtschaftsförderung.

Dr. Thomas Funke vom Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. gab hier einen wichtigen Impuls im Hinblick auf Startup-Ökosysteme und deren mögliche Strukturierung durch seinen Vortrag, in welchem er auf das Modell von Daniel Isenberg einging.

Isenberg Ecosystem

Daniel Isenberg: Domains of the Entrepreneurship Ecosystems

Wichtig war den Veranstaltern der Gedanke der Nachhaltigkeit. So bot der Workshop die Möglichkeit, Wissen und Erfahrungen vor dem Hintergrund unterschiedlichster politischer, sozialer und kultureller Rahmenbedingungen auszutauschen und Netzwerke zu entwickeln, um einen nachfrageorientierten Peer-to-Peer Konsultationsprozess anzustoßen, der zur Unterstützung lokaler Entwicklungsstrategien dient.

Die Veranstaltung war auch als Forum für konkrete gemeinsame Projektideen gedacht, für lösungsorientierte Dialoge und den Erfahrungsaustausch mittels Workshop-Formaten, die einen Schwerpunkt darauf legten, ein optimales Startup-Ökosystem und einen dauerhaften internationalen Austauschprozess zu schaffen.

Was bleibt?

Es bleibt die Erfahrung, dass sich der globale Blick lohnt. Es bleibt die Erkenntnis, dass man von verschiedensten Bereichen lernen kann. Es bleiben neue Ideen und Impulse. Es bleiben konkrete Projektinitiativen. Es bleibt eine Vielzahl von neuen Kontakten zu Institutionen, die sich wie der generator der HdM der Frage widmen: Wie können wir die Entstehung von Startups fördern und die Rahmenbedingungen dafür verbessern?

Text: Martin Papendieck
Foto: Gudrun Teich