Spikee

Spikee

Was genau macht euer Start-Up und was ist das besondere an eurer Geschäftsidee?

Wir sind Spikee. Bei uns dreht sich alles um die Herzratenvariabilität (HRV) und intelligente Algorithmen. Seit November 2016 ist unser Produkt Spikee Sports auf dem Markt: eine Webanwendung zur professionellen Trainings- und Fitnessanalyse.

Noch eine Fitness-App? Wer braucht das? Während die bekannten Fitness-Apps wie z.B. Runtastic, oder Endomondo motivieren, so viel und so oft wie möglich zu trainieren, motiviert Spikee nicht nur, sondern bremst auch mal Sportler wenn es nötig ist. Denn nur wer ausreichend erholt ist erreicht mit einer neuen Trainingsbelastung den gewünschten Effekt der Leistungssteigerung.

Wann und mit welcher Intensität trainiert wird bestimmen viele Ausdauersportler mit einem mehr oder weniger individuellen aber meist starren Trainingsplan. Die Intensität wird dabei über die Herzfrequenz gemessen und geplant. Eine Messung und Planung der Erholung wird jedoch meist vernachlässigt.

Spikee ermittelt aus den Daten von Herzfrequenzmessgeräten die Herzratenvariabilität (HRV). Mit Hilfe der HRV-Analyse kann der Sportler/Trainer die Trainingsintensität auf die tagesaktuelle Fitness anpassen und die Erholungsphasen bewusst planen. Leistungseinbrüche und Verletzungen können so vermieden und die Effektivität des Trainings gesteigert werden.

Was ist HRV? Selbst bei einem konstanten Puls ist die Dauer zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen (RR-Intervall) nicht konstant. Eine HRV-Analyse untersucht, wie stark die aufeinanderfolgenden RR-Intervalle variieren. Bestimmte Parameter zeigen dabei den Erholungsgrad, andere die aktuelle Fitness.

Was uns besonders macht:

HRV-Parameter fallen von Person zu Person sehr unterschiedlich aus. Während herkömmliche Analysetools sich lediglich auf Durchschnittswerte verlassen, berechnet Spikee mit intelligenten Algorithmen für jeden Sportler individuelle Grenzwerte.

Wie entstand Spikee? Und welche Rolle spielt die HdM?

Angefangen hat alles mit der Idee von Prof. Dr. Johannes Maucher und Martin Beckmann – beide sehr erfolgreiche Langstreckenläufer, Johannes Maucher hinzu Experte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und Maschinelles Lernen. Ein erster Prototyp wurde in einem Innovationsprojekt „Mustererkennung in Herzfrequenzdaten“ im Masterstudiengang Computer Science and Media von Johannes Goth und Annette Landmesser umgesetzt, betreut von Prof. Dr. Johannes Maucher. Schnell stand fest, dass es nicht bei einem Studentenprojekt bleiben sollte. Der Prototyp wurde in der Freizeit weiterentwickelt und über einen Zeitraum von 6 Monaten von Pilotkunden getestet. Das positive Feedback bestätigte uns und aus dem Projekt wurde ein Startup: Spikee. Mit dem EXIST-Gründerstipendium in der Tasche und der tatkräftigen Unterstützung vom Startup-Center und Prof. Dr. Oliver Kretzschmar war die Entwicklung vom Prototyp zu einem marktreifen Produkt möglich. Spikee blieb während der ganzen Zeit eng verzahnt mit der HdM, zahlreiche Studentenprojekte und Abschlussarbeiten begleiteten die Entwicklung. Immer noch ist Spikee beliebt bei Studenten. So ist es möglich, dass Studenten bereits während dem Studium Einblicke in ein Start-Up erhalten und an Projekten arbeiten, die nicht in der Schublade verschwinden, sondern im Optimalfall direkt in die Produktentwicklung einfließen.

Was waren die größten Herausforderungen, die ihr auf eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Fehlende Manpower: Zu Beginn war der Plan ausschließlich die HRV-Analyse anzubieten. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass unsere Zielgruppe nicht bereit ist zwei Tools zu verwenden: eines für die HRV-Analyse und eines zur Trainings-Analyse. Es musste eine All-in-One Lösung her. Das bedeutete für uns nahezu der doppelte Entwicklungsaufwand. Viel Spielzeit lies unser Zeitplan nicht und der Markteintritt musste verschoben werden. Hinzu kam, dass unsere EXIST-Gründerstipendium dem Ende zu ging und Anträge für eine Anschlussfinanzierung geschrieben werden mussten. Die Anschlussfinanzierung blieb aus und ein Teammitglied hat sich für den Ausstieg entschieden. Was nun? Wir haben uns für das Durchkämpfen entschieden und die Finanzierung selbst gestemmt. Eine große Herausforderung aber nicht unmöglich. Toll ist es, wenn man in derartigen Situationen nicht alleine ist. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an das Startup-Center-Team. Die Unterstützung besonders in dieser Zeit war wirklich großartig!

Welche Tipps habt ihr für andere Gründer

Von Anfang an den Kunden im Auge behalten. Auch wenn es manchmal hart sein kann Feedback einzuholen, und eure Pläne und Vorstellungen über den Haufen wirft: Es bringt nichts am Ende ein Produkt fertig zu haben, das nicht den Wünschen des Kunden entspricht.

Richtig priorisieren: Als Start-Up und besonders in einem kleinen Team ist es wichtig die richtigen Prioritäten zu setzen und immer ein gemeinsames Ziel vor Augen zu haben.

Flexibel bleiben: Es kommt immer anders als man denkt.

Und zuletzt – vielleicht sogar das Wichtigste: den Spaß nicht verlieren.

Wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Intelligente HRV-Analyse kann noch mehr als Erholungs- und Fitnessindikation für die Trainingssteuerung. In 5 Jahren wollen wir nicht nur zahlreiche Sportler zu effektivem Training verholfen haben, sondern auch stressgeplagte Personen ein Tool an die Hand geben um Stressoren zu erkennen und Ausgleich zu schaffen. So sollen stressbedingte Krankheiten wie z.B. Burnout frühzeitig erkannt, ja sogar vermieden werden.

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Spikee ist eine Online-Software, die Ausdauersportlern eine individuelle Planung der Erholungsphasen ermöglicht. Leistungseinbrüche und Verletzungen werden vermieden und die Effektivität des Trainings gesteigert.

Details

Gründungsjahr: 2016
E-Mail: hello@spikee.de
Facebook: Spikee on Facebook
Twitter: Spikee on Twitter
Instagram: Spikee on Google+
Website: www.spikee.de
Adresse: Kirchgasse 5
73614 Schorndorf

Gründungsteam

Annette Landmesser
Geschäftsführerin
Prof.Dr.Johannes Maucher
Technischer Berater
Martin Beckmann
Sportlicher Berater
Spikee
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