„pag.es“ sowie „spotgun“ werden im nächsten Jahr vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg als Junge Innovatoren gefördert.

Mit dem Programm „Junge Innovatoren“ werden Wissenschaftler und Hochschulabsolventen gefördert, die innovative Produktideen entwickelt haben und diese zu einem funktionierenden Unternehmensmodell ausbauen wollen. Bei der entscheidenden Präsentation vor der Gutachterkommission am 5. November 2014 konnten sich gleich zwei Vorhaben ehemaliger HdM-Studenten durchsetzen. David Maus und Veljko Sekelj mit ihrem Unternehmen „pag.es“ sowie Jürgen Gomeringer, Philipp Rottmann und Michael Stachurski mit ihrer Second Screen App „spotgun“ werden im nächsten Jahr vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg als Junge Innovatoren gefördert.

Die Hochschule der Medien (HdM) ist einer der besten Orte, an dem man neben dem Studium auch lernen kann, ein Unternehmen zu gründen. Das ist unter Studierenden längst bekannt: in der GUESSS-Befragung 2013 wählten sie die HdM auf Platz 2 der Hochschulen mit dem besten unternehmerischen Klima in Deutschland. Dass Absolventen mit ihren innovativen Geschäftsideen auch hohe Chancen bei Förderprogrammen haben, ist nun ein weiteres Mal bewiesen worden. Die Gründer der Startups pag.es und spotgun dürfen sich zu den wenigen Glücklichen schätzen, deren Geschäftsidee im nächsten Jahr durch das Programm Junge Innovatoren (JI) gefördert wird.

„Uns ‚Junge Innovatoren‘ des Landes Baden-Württemberg nennen zu dürfen ist eine große Ehre und eine persönliche Erfüllung. Zugleich ist das auch ein Zeichen dafür, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.“ sagt Veljko Sekelj, einer der Gründer von pag.es. Zusammen mit David Maus arbeitet er an einem automatisierten Workflow für die Erstellung von digitalen Magazinen, die sich flexibel an jedes Anzeigegerät anpassen lassen.

Spotgun, entwickelt von Jürgen Gomeringer, Philipp Rottman und Michael Stachurski, ist eine Second Screen Lösung, die die Werbepause durch eine Game-App zum Life-Event macht und den TV-Werbemarkt effizient erweitert. Nils Högsdal, Professor an der HdM für Corporate Finance und Entrepreneurship sowie fachlicher Mentor von spotgun, sieht in ihrem Geschäftsmodell einen echten Kundenmehrwert: „Spotgun löst eindrucksvoll ein großes Problem aller Werbetreibenden: Fernsehwerbung wird als störend empfunden. Die Second-Screen-App sorgt für Interaktion und Spaß in der Werbepause.“ Dieses Argument dürfte letztlich auch die Gutachterkommission überzeugt haben.

Aus einer großen Bewerber-Anzahl aus ganz Baden-Württemberg hatten es neben pag.es und spotgun zwei weitere Teams aus den Kreisen der HdM in die letzte Auswahlrunde geschafft. Auch Niklas Dorn, Maël Frize und Simon Kontschak mit ihrem Vorhaben swimp, sowie Jens Merkl und Roland Sigmond von Helden Hybrid Games konnten ihre Ideen vor den JI-Gutachtern präsentieren.  Alle vier Teams waren zuvor im „generator“ Startup Center der HdM angesiedelt und wurden mit dem EXIST-Gründerstipendium unterstützt.

„Es ist sensationell, dass gleich zwei Teams mit HdM-Background die begehrte JI-Förderung erhalten. Das zeigt erneut, wieviel Innovationskraft in dieser Hochschule steckt und dass es sich lohnt, sein Gründungsvorhaben konsequent zu verfolgen“, freut sich Magdalena Rutschmann-Weinle, die im „generator“ Ansprechpartnerin für die EXIST- und JI-Programme ist.

Das Programm Jung Innovatoren fördert Existenzgründungen aus baden-württembergischen Hochschulen. Pag.es und Spotgun erhalten nun für ein Jahr rund 70.000 Euro, um ihr Geschäftsmodell auszubauen und ihr Unternehmen auf die Überholspur zu bringen. Außerdem erhalten sie die Möglichkeit, die Ressourcen und Räumlichkeiten des „generator“ Startup Centers der HdM zu nutzen. Damit gehen sie einen Weg, der ziemlich sicher zum Erfolg führt. Seit Programmbeginn 1995 konnten mit dem Programm Junge Innovatoren rund 230 Innovationen aus Hochschulen gefördert werden, die letztlich weit mehr als 1.000 Arbeitsplätze geschaffen haben.

Weitere Infos auch in der Pressemitteilung des Wissenschaftsministeriums.

Text: Johanna Kutter

HdM-Startups räumen beim Innovationsprogramm „Junge Innovatoren“ ab
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