Studenten haben beim Jobben und besonders bei der Existenzgründung während des Studiums Angst Bezüge wie das BAföG oder das Kindergeld zu verlieren. Viele Studierende sind oft auf diese Bezüge angewiesen und sind ohne sie unter Umständen nicht in der Lage die monatlich anfallenden Lebenskosten zu decken. Die Angst ist nicht ganz unberechtigt – werden gewisse Grenzen, bezogen auf die Arbeitszeit und das Einkommen, überschritten, kann es tatsächlich zu Kürzungen oder dem Verfall von Ansprüchen kommen. Damit ihr in diesem Belangen aber auf der sicheren Seite seid, haben wir im Folgenden alle relevanten Kriterien aufgelistet.

Schritt 5: Auswirkung der Selbstständigkeit auf BAföG, Kinder- und Waisengeld

Auch dem BAföG-Amt sollte man seine geänderte Einkommenslage mitteilen, zunächst mit einer Prognose für den Bewilligungszeitraum, da ja bei Gründung noch keine konkreten Werte vorliegen. Der BAföG-Förderbetrag bleibt aber ohne Einkommensanrechnung, sofern nicht mehr als 4.410,- Euro im Jahr bzw. 367,50 Euro im Monat (Stand 2019) verdient wird. Relevant ist der monatliche Durchschnitt bezogen auf den gesamten Bewilligungszeitraum. Wenn mehr verdient wird, sollte mithilfe des BAföG-Rechners berechnet werden, wie viel BAföG-Förderung durch den Nebenverdienst wegfällt.

Beim Kindergeld gilt eine großzügigere Regelung: sofern man sich im Erststudium befindet und noch keine Ausbildung hat wird das Kindergeld ohne Einkommensanrechnung gezahlt. Im Zweitstudium wird das Kindergeld nur ohne Anrechnung gezahlt, sofern die Tätigkeit unter 20 Stunden wöchentlich bleibt. Voll- oder Halbwaisenrente bleiben übrigens seit Sommer 2015 von jeglichem zusätzlich erzielen Einkommen anrechnungsfrei.

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